Unterlagen für den Hausverkauf: die vollständige Checkliste
Vollständige Unterlagen sind beim Hausverkauf die halbe Miete. Sie beantworten Fragen von Kaufinteressenten, schaffen Vertrauen und beschleunigen den Weg zum Notar. In der Praxis fehlt aber fast immer etwas, und die Beschaffung dauert länger als gedacht. Mit dieser Checkliste gehen Sie gut vorbereitet in den Verkauf.
Das Wichtigste in Kürze
Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne und Energieausweis gehören in jede Verkaufsmappe.
Bei Eigentumswohnungen kommen Teilungserklärung, Protokolle und Wirtschaftsplan dazu.
Fehlende Dokumente erhalten Sie beim Grundbuchamt, Vermessungsamt oder Bauamt.
Planen Sie für die Beschaffung zwei bis vier Wochen ein.
Unterlagen zum Grundstück
Grundbuchauszug: Er zeigt, wem das Grundstück gehört und welche Rechte und Lasten eingetragen sind. Ein aktueller Auszug sollte nicht älter als drei Monate sein.
Flurkarte: Der Auszug aus dem Liegenschaftskataster zeigt Lage, Grenzen und Größe des Grundstücks. Sie erhalten ihn beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung.
Bodenrichtwert: Er ist kein Pflichtdokument, hilft aber bei der Preisfindung. Für Bayern können Sie ihn online über BORIS-Bayern nachschlagen.
Erschließungsnachweis: Bei älteren Grundstücken fragen Käufer oft, ob Erschließungsbeiträge bezahlt sind. Eine Bestätigung der Gemeinde schafft Klarheit.
Unterlagen zum Gebäude
Baupläne und Grundrisse, möglichst mit Maßen
Wohnflächenberechnung
Baugenehmigung und Baubeschreibung
Energieausweis (Pflicht beim Verkauf, spätestens zur Besichtigung)
Nachweise über Modernisierungen, etwa Rechnungen für Dach, Fenster, Heizung oder Elektrik
Schornsteinfegerprotokoll und Wartungsnachweise der Heizung
Gerade bei älteren Häusern im Steigerwald oder in den Dörfern rund um Gerolzhofen fehlen oft Baupläne. Das Bauamt des Landratsamts Schweinfurt kann hier häufig mit Kopien aus der Bauakte helfen.
Zusätzliche Unterlagen bei Eigentumswohnungen
Teilungserklärung mit Aufteilungsplan
Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre
aktueller Wirtschaftsplan und letzte Jahresabrechnung
Höhe der Erhaltungsrücklage
Hausgeldabrechnung
Diese Dokumente bekommen Sie von der Hausverwaltung. Käufer achten besonders auf geplante Sanierungen, die zu Sonderumlagen führen können.
Weitere Unterlagen je nach Situation
Vermietete Immobilie: Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen, Übersicht über Kautionen
Geerbte Immobilie: Erbschein oder notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll
Erbbaurecht: Erbbaurechtsvertrag
Denkmal: Bescheide der Denkmalschutzbehörde
Wo bekomme ich fehlende Dokumente?
Grundbuchauszug: beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts
Flurkarte: beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
Bauakte, Pläne, Genehmigungen: beim Bauamt bzw. Landratsamt
Energieausweis: bei einem berechtigten Aussteller, etwa einem Energieberater
Häufige Fragen zu den Verkaufsunterlagen
Muss ich alle Unterlagen vor dem ersten Inserat haben?
Nicht alle. Den Energieausweis sollten Sie aber schon für die Anzeige haben, denn wichtige Kennwerte gehören in das Inserat. Die übrigen Unterlagen sollten spätestens vorliegen, wenn ernsthafte Interessenten nachfragen.
Was kostet die Beschaffung?
Die Gebühren für Grundbuchauszug und Flurkarte sind überschaubar. Ein Energieausweis kostet je nach Art und Aufwand mehr. Genaue Beträge nennen Ihnen die jeweiligen Stellen.
Wir stellen Ihre Verkaufsmappe zusammen
Ich prüfe, was Ihnen fehlt, und helfe bei der Beschaffung, damit Sie entspannt in den Verkauf starten. Melden Sie sich telefonisch unter 0175 5789593 oder per E-Mail an christian@immokaeuffer.de.
Ihr Christian Kaeuffer

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